Die Zirkus AG

Die Zirkus AG der „Emil Molt Schule“ – eine freie Waldorfschule in Berlin- Zehlendorf – lebt durch die andauernde Initiativkraft der Gründungslehrerin und des Hausmeisters. Das Zirkusprojekt besteht seit dem Jahre 2000. Mittlerweile wird es unterstützt durch Eltern und ältere SchülerInnen, die wöchentlich ca. 2-4 Stunden ehrenamtlich mit den Kindern üben.

Juri als Clown

In der Zirkus AG können die Kinder auf einer Hochseilanlage balancieren, das Gleichgewicht auf Einrädern, Hochrädern und Laufkugeln herausfordern und schulen und Geduld und Koordination bei der Jonglage üben. An Trapezen und Vertikaltüchern wird mit Kraft und Technik ständig zu Mutproben aufgefordert sowie bei Clownerie und Zauberkunststücken das Schauspiel gefördert.

Pyramide beim Finale

Die Zirkusarbeit verbindet künstlerisch die sportliche und spielerische Aktivität mit der Förderung von Vertrauen, Mut und Verantwortungsgefühl bei den Schülern. Kinder begeistern sich schnell für eine neue Sache. Hier im Kinderzirkus „Molto Vitale“ lernen sie, sich einer Herausforderung zu stellen und durch fleißiges Üben, oft mit Mühe und Anstrengung, an dieser Sache dranzubleiben, um schließlich – mit berechtigtem Stolz! – das Geübte zu beherrschen und erfolgreich präsentieren zu können. Auch das soziale Üben miteinander steht in der Zirkus AG im Vordergrund und kommt überall, ganz besonders aber beim Bau der Gruppenpyramide, zum Tragen. Der wachsende Zusammenhalt der Zirkusschüler, die sich untereinander erziehen, helfen, anspornen beeindruckt tief. Die Zirkusarbeit kann so zu einem Beispiel für angewandte Sinnesschulung und soziale Gemeinschaft werden.

Kastensprung

Zurzeit gehen ca. 80 SchülerInnen von der 4. bis zur 12. Klasse in die Zirkus AG. Sie treffen sich einmal wöchentlich für zwei Stunden alle gemeinsam und an zwei weiteren Nachmittagen in kleineren Gruppen. Nach eifrigem Üben nehmen die Kinder dann an den Aufführungen des Zirkus teil. Vor großen Auftritten gibt es Einzelproben, um an Choreografie und Technik zu feilen. Darüber hinaus werden zwischen den Oster- und Herbstferien 20-25 SchülerInnen aus der 3. Klasse in einer separaten Gruppe auf ihr kleines „Zirkusdiplom“ vorbereitet. Dabei gilt es, Grundkenntnisse im Jonglieren, Kugellaufen, Turnen, Einradfahren, am Trapez und auf dem Seil zu erlernen.

Neben Auftritten in Berlin zum Tag der freien Schulen an verschiedenen Orten und zu Sommerfesten anderer Schulen ist die Zirkus AG der Emil Molt Schule über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und macht seit 2004 immer alle 2 Jahre im Herbst eine Tourneewoche. Nach bisherigen Auftritten im Ulm, Engstingen, Reutlingen, Leipzig, Lübeck, Greifswald, Regenstauf, Wendelstein und Erfurt stehen die Orte für unsere Reise im nächsten Jahr noch nicht fest.

Jeweils im Herbst finden in unserer Schule eine Premiere und daran anschließend weitere Aufführungen in bisher stets ausverkauftem Hause statt.

Zitat aus dem Berliner „Tagesspiegel“ vom 22.09.2003:

Blühende Bildungslandschaften
Tausende Eltern informierten sich beim Ersten Berliner Tag der freien Schulen über Angebote für ihre Kinder. …beim Ersten Berliner Tag der freien Schulen … wo sich am Sonntag rund 3000 Besucher tummelten. ….Der Zirkus Molto Vitale von der Emil-Molt-Waldorfschule in Zehlendorf beweist, dass man in der Schule nicht nur Mathe und Englisch lernen kann, sondern auch Einradfahren, Jonglieren und Hochseilakrobatik. Die Zuschauer sehen es mit Begeisterung…“

Artikel in der „Greifswalder Zeitung“ vom 29.9.2006:

Akrobatik am Fischerbrunnen
Innenstadt. Akrobatik auf dem Fischmarkt bot gestern der Schul-Zirkus „Molto Vitale“ von der Berliner Emil-Molt-Waldorfschule. Zu bestaunen waren Hochseilartistik, Balance-Akte auf Einrädern, Hochrädern und Laufkugeln, Jonglagen, Clowns, Fakire. Die 55 Berliner Schüler, die zur Zirkus AG gehören, üben neben dem Halten des Gleichgewichts auch Geduld und Konzentration. Nach Aussage der Waldorfpädagogen stellt der Schul-Zirkus ein attraktives Gegenangebot zum immer stärker werdenden Medienkonsum junger Menschen dar und trainiert außerdem die soziale Kompetenz…“

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